Getränk

So klein kann guter Kaffee sein

Ein ehemaliges Mauthäusl als eine der besten Kaffee-Adresse Salzburgs: Auf wenig Platz, aber mit viel Barista-Wissen servieren Jana und Ivi Zlatic Kaffee zum Mitnehmen. Der Name ist Programm: „We love coffee“.

Viel Platz ist nicht, in Salzburgs kleinstem Kaffeehaus. Macht nichts, muss auch nicht sein. Denn die meisten Gäste von Jana und Ivi Zlatic wollen ohnehin einen Kaffee zum Mitnehmen. Der Name des Lokals – „We love coffee“ – ist hier Programm, sowohl für die Eigentümer als auch für die Kunden. „Wir wollten das Thema Coffee-to-go neu definieren und beweisen, dass man auch guten Kaffee im Becher servieren kann“, erzählt Inhaberin Jana Zlatic über die Anfänge vor fünf Jahren. Mittlerweile ist das 5 Quadratmeter kleine „Kaffeehäusl“ am Mozartsteg an der Salzach zu einer der beliebtesten Adressen Salzburgs für wahren Crema-Genuss geworden.


Cappuccino statt Maut

Dass man an dem kleinen unscheinbaren Häuschen nicht so einfach vorbeikommt, hat übrigens Geschichte. Vor über hundert Jahren als Mauthäusl errichtet, musste jeder, der auf die andere Seite des Stegs wollte, Zoll an die Soldaten zahlen. „Heute lassen wir jeden gratis durch, aber trotzdem bleiben viele bei uns stehen“, witzelt Jana, die das Geschäft im Mauthaus mit Herz und Charme führt. Das dürfte auch an dem von ihr liebevoll gestalteten Ambiente liegen, und natürlich dem köstlichen Angebot, das genau den Geschmack der Zeit trifft: Kaffee nach Barista-Art, aus einer echten Siebträgermaschine, aber eben schnell serviert und zum Mitnehmen – in Bechern, die zu 100 Prozent abbaubar sind. Zu bekommen sind neben den Klassikern Cappuccino und Espresso auch herrlicher Chai-Latte in sechs wunderbaren Sorten, etwa Caramel oder Cocos, Vanille oder Amaretto. Daneben gibt es auch heiße Schoko, kalte Getränke und im Winter den beliebten Punsch.


Qualität und ihr Preis

Dass sich die Qualität der Getränke deutlich von sonstigen Coffee-to-Go-Angeboten unterscheidet, war das selbst gesetzte Ziel. Das offenbar erreicht wurde, denn die Kaffeeliebhaber zahlen hier gern ein paar Cent mehr als sonst wo. Milch gibt es natürlich je nach Wunsch laktosefrei, fettarm oder auf Sojabasis - allerdings ohne zusätzlichen Aufpreis.



„We love coffee“ – hier und überall

„We love coffee“ gilt allerdings nicht nur an der Salzach. Mit zwei liebevoll umgestylten Piaggio Apen ist man mittlerweile in ganz Österreich unterwegs und bedient Messen, Festivals und Großveranstaltungen. Dass der Großhandelspartner Transgourmet ebenfalls österreichweit aufgestellt ist, erleichtert das Geschäft deutlich, so Ivi Zlatic, der für das Catering zuständig ist. „Vor kurzem waren wir bei einer Messe in Graz und uns ist die Ware ausgegangen. Der nächste Transgourmet-Großmarkt war nur einen Kilometer weit entfernt, innerhalb einer Stunde hatte ich alles, was ich brauchte.“ Das Thema Zeit und Verfügbarkeit der Ware ist für viele Unternehmer ein wichtiger Faktor, weiß auch Thomas Panholzer, Geschäftsführer von Transgourmet Österreich: „Viele Gastronomen stehen unter Zeitdruck. Umso mehr schätzen sie es, wenn sie mit einem einzigen Einkauf alles erledigen können.“


Kaffee mit Charme

Den Druck merkt man Ivi Zlatic allerdings nicht an – ein Lächeln hat er immer im Gesicht: „Ich möchte meinen Gästen eine gute Zeit schenken, auch wenn sie noch so kurz ist. Ein guter Kaffee ist für viele das chste an Genuss, dazu noch ein Lächeln – bei uns gibt es den Kaffee mit Charme“, so der Selfmade-Barista. 


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