So war das 1. nöm Stadtmolkerei Urban Cooking



(c) Philipp Lipiarski für nöm: Das Augarten Porzellan-Museum wird zum Dining Room.


(c) Philipp Lipiarski für nöm: Amuse Gueule.


(c) Philipp Lipiarski für nöm: Schlosssaibling.


(c) Philipp Lipiarski für nöm: Haubenkoch Armin Gupf.


(c) Philipp Lipiarski für nöm: Okami Beef.


(c) Philipp Lipiarski für nöm: Dessert - Spargel & Rhabarber.

22. Mai 2017


Die Idee ist ja an sich ganz witzig: ein Haubenkoch tischt an einem Ort auf, an dem sonst üblicherweise nicht gespeist werden kann. Das große Geheimnis an der Sache: der Ort wird erst am Tag des Events bekanntgegeben. Das dachte sich auch die nöm Stadtmolkerei und lud zum ersten Mal zum „Urban Cooking“. Gault&Millau war dabei.

 

Der Koch war bereits im Vorhinein bekannt. Armin Gupf ist eigentlich Küchenchef im Gourmet-Restaurant Schlossstern und Restaurant Bartholomäus Falkensteiner Schlosshotel Velden. Ein experimentierfreudiger Produktfanatiker und Purist, der für den 18. und 19. Mai die Reise nach Wien antrat, um dort für ausgewählte Gäste zu kochen. Auch über das viergängige Menü wurde man schnell per Mail aufgeklärt:

 

Amuse-Gueule Spezialität der nöm Stadtmolkerei

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Schlosssaibling, Green Destiny, Kimchi

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Okami Beef, Nussbutter, Salzzitrone, Petersilie

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Sternath Spargel, Rhabarber, Sauerrahm-Ampfer

 

Die Amuse-Gueule Spezialität stellte sich als Cottage Cheese mit Avocado oder Antipasti heraus und hätte etwas mehr Würze vertragen können. Zart und in Kombination mit dem Kimchi recht geschmackig der Saibling. Das Okami Beef kam in zwei Varianten – einmal gegrillt, einmal in Saft geschmort. Perfekt abgestimmt mit der leichten Säure der Salzzitrone. Spargel als Dessert konnten wir uns nicht wirklich vorstellen, wurden dann aber schnell eines Besseren belehrt – Spargel muss tatsächlich nicht immer in den Salat, ins Risotto oder Fleisch-Beilage sein. Das Zusammenspiel mit dem süß-säuerlichen Rhabarber, dem Sauerrahm-Ampfer und dem darübergestreuten Crumble hat gut gepasst.

 

Bliebe noch das Geheimnis um den Ort zu lüften. Die nöm Stadtmolkerei bat ihre Gäste in das Augarten Porzellanmuseum im zweiten Wiener Gemeindebezirk. Zum Glück spielte das Wetter mit, denn mit einem weißen Spritzer in der Hand (oder einem kalten Erdbeer-Shake) ist es im Augarten bei strahlendem Sonnenschein gleich wesentlich gemütlicher. Die Tische fein gedeckt, Armin Gupf und seinem Team konnte man beim Kochen und Anrichten der Teller zusehen und Musikuntermalung kam von der Violinistin Mia Nova (besser bekannt als Geigerin der Band Russkaja) – insgesamt ein nettes und gelungenes Event.


Alle Infos zu den kommenden Events auf www.noem.at.