InternationalEssen

Thomas Dorfers Favoriten im Ausland



Thomas Dorfer, unser Koch des Jahres 2008, gehört längst zu den besten Chefs im deutschsprachigen Raum. Er pflegt enge Kontakte mit Kollegen aus dem Ausland. Seine Four-Hands-Dinners, Höhepunkte des Wachau-Festivals, sind legendär und lange im voraus gebucht. Wir fragten ihn nach seinen Lieblingsadressen im Ausland.

 

Schloss Schauenstein, Fürstenau

Andreas Caminada ist nicht nur Unternehmer und Erfinder, beispielsweise der Stiftung Uccelone, die sich um junge Menschen in der Gastronomie kümmert. Er ist auch ein begnadeter Küchenchef, die Spitze der Schweiz. Dorfer hat Andreas Caminada bei der gemeinsamen Arbeit in der Küche des Hotels Barreiss in Baiersbronn kennengelernt: „Andreas‘ Küche ist ein Statement für eine Küche auf Weltklasse Niveau. Fein, trotzdem nicht verkopft und unfassbar schön präsentiert. Und Andreas ist darüber hinaus einer meiner besten Freunde.“

 

www.schauenstein.ch

 

 

De Leest, Vaassen

Jacob Jan Boerma ist der neue Star unter den Topchefs in den Niederlanden. Sein Restaurant zählt zu den besten in Holland und ist mittlerweile auch mit drei Michelin-Sternen ausgezeichnet. Dorfer: „Ein absoluter Ausnahmekönner.“

 

www.restaurantdeleest.nl

 

 

De Librije, Zwolle

„Die Bibliothek“ ist eines der ersten Restaurants, das die neue holländische Spitzenküche begründete. Jonni Boer arbeitete von Anfangs an viel mit Gemüse aus dem eigenen Garten und mit Fermentation. Dorfer: „Eines der Restaurants, die man bei einem Ausflug nach Holland unbedingt besuchen sollte.“   

 

www.librije.com

 

 

Hija de Sanchez, Kopenhagen

René Redzepis Noma-Leute verteilen sich als Ex-Noma-Leute mittlerweile über die ganze Welt. Manche bleiben aber auch in Kopenhagen. Wie Rosio Sanchez, deren Lokal Dorfer so beschreibt: „Geniales mexikanisches Tapas - Taco Restaurant von einer ehemaligen Mitarbeiterin von Rene Redzepi, unkompliziert, etwas schräg, aber ein cooles Erlebnis.“

 

http://www.hijadesanchez.dk/

 

 

AT, Paris

Viele japanische Köche haben bei den großen Pariser Meistern gelernt. Statt nach Japan zurückzugehen, sind dann manche davon gleich in Paris geblieben und haben dort ihr eigenes Lokal gemacht. So wie Atsushi Tanaka.

Dorfer: „Wunderbarer Geheimtipp, sehr kleines Restaurant mit einer sehr ästhetischen Küche, frankophil mit japanischen Einflüssen, tolles Geschirr.“

 

http://www.atsushitanaka.com/



Suquet de L'Almirall, Barcelona

Auch der gewiefteste Spitzenkoch will zwischendurch mal nicht Spitzenküche, sondern einfach bloß bei entspanntem Essen entspannen. Dorfer: „Zu Mittag an der Barceloneta in der Sonne draußen sitzen, mit herrlichen typisch katalanisch zubereiteten Fisch und Meeresfrüchten.“


Text: Alexander Rabl