Essen

Unsere Köche hautnah: Christian Übeleis im Interview

Haubenköche im Porträt.

Das rustikal eingerichtete Traditionswirtshaus im lauschigen Luftkurort ist seit Jahren als gehobene Restaurantadresse bekannt. Christian Übeleis lernte bei namhaften Köchen, bevor sich 1996 mit seinem Restaurant „Zum Forsthaus“ im steirischen Ort Fischbach selbstständig machte. Dort beweist er jeden Tag auf’s Neue, dass er nebst Originalität auch das Traditionshandwerk exzellent beherrscht. Gasthausklassiker wie die Palatschinken mit Marillenmarmelade wird man selten so hauchzart serviert bekommen wie hier. Im Interview erzählte uns Übeleis, wie er die Zeit erlebte und nutzte, in der er sein Restaurant aufgrund der COVID-19-Bestimmungen geschlossen halten musste.

 

 

*Wie habe Sie Ihre Quarantänezeit verbracht?

Am liebsten bin ich im Wald unterwegs oder sehe mir Sendungen über die Natur an. In dieser Zeit kommen dann auch die Bücher dran, für die ich sonst keine Zeit habe. Rummy spielen find ich auch gut. Manchmal mach ich auch ein bisschen Fitness.

 

*Was ist Ihr Geheimtipp gegen einen Lagerkoller?

Mich bringt so leicht nichts aus der Ruhe, aber den Tag abwechslungsreich zu gestalten hilft.

Es gibt immer was zu tun. Zum Beispiel Reparaturen im Haus oder im Garten. Ein steirisches Bier hat auch noch keinen geschadet.

 

*Welches Produkt darf in Ihrem Einkaufskorb derzeit nicht fehlen?

Schweineschmalz.

 

*Wie halten Sie sich fit?

 In den Wald gehen, ab und zu auch laufen oder etwas Fitnesstraining; das reicht dann

aber auch.

 

*Gibt es ein Gericht, dass Sie bei besten Willen nicht essen können?

 Qualle oder Balut (angebrütete Hühnereier) sind ein absolutes No-Go.

 

*Weißer Rettich, Kakao und Bergamotte? Was bereiten Sie daraus zu?

Aus Rettich einen Salat mit Kernöl, aus Kakao einen Kuchen mit Bergamotte ist Top.

 

*Mit wem würden Sie die Quarantäne absolut nicht verbringen wollen? Und mit wem unbedingt?

Sicher nicht mit DJ Ötzi oder Andreas Gabalier, Lässig wäre Gwyneth Paltrow, ein guter Jahrgang.

 

*Was war Ihr größter Kitchen-Fauxpas?

Ein Klassiker, 60 Semmeln aufgebacken und vergessen, die waren dann gleich schwarz wie das Blech.

 

*Wenn Sie die Einladung zu Kitchen Impossible bekommen würden, welche Gemeinheit würden Sie Tim Mälzer antun?

Ich würde ihn einen hohl ausgelösten, gefüllten Hecht machen lassen. Das kann fast keiner mehr.

 

*Ihre Lieblingskonserve:

 Nuri


Foto: (c) Gasthaus zum Forsthaus