Unsere Köche hautnah: Christoph Parzer im Interview

27/04/2020

Haubenköche im Porträt.
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Als Sohn einer Gastronomiefamilie konnte Christoph Parzer kaum anders, als in die Fußstapfen seiner Eltern zu treten. Nach seiner Ausbildung war er 9 Jahre lang im elterlichen Betrieb Orther Stube tätig, bevor er mit der Klosterstube in Traunkirchen sein eigenes Restaurant eröffnete. Im September 2018 übernahm er schließlich das Fortino in Wels, in dem er sein altes Küchenkonzept ausbaute. Erstklassiges vom Rind serviert er auch im Fortino und auch während der Quarantäne darf ein gutes Stück Fleisch für ihn nicht fehlen.

 

 

*Wie verbringen Sie am liebsten Ihre Quarantänezeit?

Ich verbringe die Quarantänezeit am liebsten mit meiner Frau und meinen zwei kleinen Kindern. Mit den Kinder spielen und Zeit für die Familie haben, die sonst ja weniger ist. 


*Was ist Ihr Geheimtipp gegen einen Lagerkoller?

Für die Familie kochen, Gartenarbeiten, Spaziergänge und Mountainbiken. 


*Welches Produkt darf in Ihrem Einkaufskorb derzeit nicht fehlen?

Schon verschiedene Produkte. Frisches Gemüse, ein tolles Stück Fleisch (aus eigener Reifung) und eine gute Flasche Wein.


*Wie halten Sie sich fit?

Gartenarbeiten, Mountainbiken, Rückenmuskelübungen und vor allem die Kinder halten mich auf Trab. Gesundes Essen ist auch wichtig.  


*Gibt es ein Gericht, dass Sie bei besten Willen nicht essen können?

Fruchtknödel aller Art im Erdäpfelteig gehen für mich gar nicht. 


*Weißer Rettich, Kakao und Bergamotte? Was bereiten Sie daraus zu?

Den Kakao würde ich eher meinen Kindern zum trinken geben.

Sollte ich aus allem etwas machen müssen, dann mit einen frischen Saibling aus unserem See (Traunsee). Mit Bergamotte gebeizter Saibling / Kakao-Dashi-Vinaigrette / süß-saurer marinierter Rettich / Gel und Espuma von der Bergamotte.


*Mit wem würden Sie die Quarantäne absolut nicht verbringen wollen? Und mit wem unbedingt?

Mit Menschen, die gutes Essen und Trinken nicht schätzen. Da wäre es ziemlich langweilig. Unbedingt und nur mit meiner Familie. 


*Was war Ihr größter Küchen-Fauxpas?

Bei einem Dessert für die Hochzeit hatte ich Zucker und Salz vertauscht. Zum Glück früh genug entdeckt und geändert. 


*Wenn Sie die Einladung zu Kitchen Impossible bekommen würden, welche Gemeinheit würden Sie Tim Mälzer antun?

Er hasst backen. Ich würde Tim nach Wien schicken und original Wiener Süßspeisen zubereiten lassen. 

Als zweites nach Japan wegen der filigranen reduzierten Küche.


*Ihre Lieblingskonserve:

Mais aus der Dose. 


*Wie kann man Sie und Ihr Restaurant gerade unterstützen? 

Wir haben eine Liefer- und Abholservice gemacht! Mit regional gekochten Zutaten im Mehrwegglas. 



Fotos: (c) Restaurant Fortino Wels