Unsere Köche hautnah: Lukas Nagl im Interview

07/05/2020

Haubenköche im Porträt.
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4-Hauben-Koch Lukas Nagl stammt gebürtig vom Attersee. Er steht mit Leidenschaft in seinem Beruf und zählt zu den Pionieren regionaler Küche. Er ist für die kulinarische Bereicherung im Restaurant Bootshaus in Traunkirchen verantwortlich, bei welchem es ihm durch sein handwerkliches Geschick, seiner Bodenständigkeit und seiner scheinbar endlosen Motivation gelungen ist, es zu einer Top-Adresse in Österreichs Gourmetszene mutieren zu lassen. Darum ist ihm unser heutiges Köche-Porträt gewidmet.

 

 

*Wie verbringen Sie am liebsten Ihre Quarantänezeit?

Mit einer gehörigen Portion Abwechslung. Gartln, beim Haus Dinge erledigen, mit den Kindern kochen, joggen, Kräuter sammeln, lesen und natürlich Neues ausprobieren.


 

*Was ist Ihr Geheimtipp gegen einen Lagerkoller?

In den Wald gehen und vor allem auch mal eine Zeit keine digitalen Medien konsumieren.


 

*Welches Produkt darf in Ihrem Einkaufskorb derzeit nicht fehlen?

Bauernbutter, Geselchtes, Gemüse vom Biohof Obermayr und frischer Fisch vom See…


 

*Wie halten Sie sich fit?

Joggen, trainieren (Work out), und geistige Fitness durch Lesen.


 

*Gibt es ein Gericht, dass Sie bei besten Willen nicht essen können?

Nein, aber ich versuche, industriell hergestellte Lebensmittel zu vermeiden.


 

*Weißer Rettich, Kakao und Bergamotte? Was bereiten Sie daraus zu?

Flusskrebse aus der Traun. Weißer Rettich ist unglaublich schön und komplex, wenn man Ihn milchsauer fermentiert. Bergamotte ist so duftig und frisch, dass es den Radi adelt, und aus Kakao kann man einen wunderbaren Nudelteig herstellen, der jedes Krustentier auf ein nächstes Level hebt.


 

*Mit wem würden Sie die Quarantäne absolut nicht verbringen wollen? Und mit wem unbedingt?

Mit meinen Eltern würde ich sie gerade nicht verbringen, die möchte ich nicht gefährden, da ich ja hin und wieder unterwegs bin und für verschiedene Einsatzorganisationen koche bzw. auch teilweise für unser Personal.

 

Mit meiner Frau und den Kindern ist das natürlich ideal zuhause, wir haben jetzt für Dinge Zeit, die wir sonst nie machen hätten können. Ich denke, man muss jede Lebenslage positiv bestreiten.


 

*Was war Ihr größter Kitchen-Fauxpas?

Ich habe für eine Hochzeit 180 Portionen Ratatouille (perfekt als Türmchen aufgeschlichtet) runtergeschmissen. Natürlich unabsichtlich.


 

*Wenn Sie die Einladung zu Kitchen Impossible bekommen würden, welche Gemeinheit würden Sie Tim Mälzer antun?

Der wird sicher keine Roggernen Krapfen wie im Ennstal oder bei uns im Salzkammergut zusammenbringen. Oder einen gschlamperten Strudel bei uns.


 

*Ihre Lieblingskonserve:

Dosentomaten, und getrocknete Hülsenfrüchte.

 

Foto: (c) Lukas Kirchgasser