Essen

Unsere Köche hautnah: Max Stiegl im Interview

Haubenköche im Porträt.

Lebensmittel verderben lassen oder gar wegwerfen kommt für die österreichischen Haubenköche absolut nicht in Frage. Das zeigt vor allem Max Stiegl aus dem Gut Purbach im Burgenland, der für seine Innereien- und From-nose-to-tail-Küche geschätzt wird, schon lange. Auch er musste während Corona seinen Betrieb geschlossen halten, war aber nicht untätig und verarbeitete BIO-Produkte zu köstlichen pannonischen Gerichten, die er in 500 ml Mehrweg-Gläser abfüllte und online verkaufte. Wie er sich die Zeit sonst noch vertrieb, verrät er uns im Interview.

 

 

*Wie haben Sie Ihre Quarantänezeit am liebsten verbracht?

Kochen mit den Kids, Lesen und am Haus arbeiten, haben ein altes Haus, da ist immer was zu tun.

 

*Was ist Ihr Geheimtipp gegen einen Lagerkoller?

Frische Luft, ausgiebiger Spaziergang.

 

*Wie halten Sie sich fit?

Bei drei Kindern stellt sich die Frage nicht.

 

*Gibt es ein Gericht, dass Sie bei besten Willen nicht essen können?

Gänseleber als Mousse, so etwas Sinnloses.

 

*Weißer Rettich, Kakao und Bergamotte? Was bereiten Sie daraus zu?

Schoko-Mandel-Brownie. 

 

*Mit wem würden Sie die Quarantäne absolut nicht verbringen wollen? Und mit wem unbedingt?

Schön wärs mit Barack Obama, da könnt ich mein Englisch verbessern.

Katastrophal würde ich es mir mit Gerry Keszler werden, allein die Stimme.

 

*Was war Ihr größter Kitchen-Fauxpas?

MOHNKNÖDEL mit GRAMMELKNÖDEL verwechselt und an „für uns sehr wichtige“ Gäste geschickt.

Man muss beifügen, es war als Wiedergutmachung gedacht, weil sie sich beschwer hatten.

Hab sie seit damals nicht mehr gesehen!

 

*Ihre Lieblingskonserve:

Meine serbischen Kutteln.