Essen

Unsere Köche hautnah: Sebastian Frank im Interview

Haubenköche im Porträt.

Der gebürtige Mödlinger Sebastian Frank hat in Wien im Vestibül und im Steirereck gearbeitet, bevor er zu 3-Haubenkoch Christoph Zangerl ins Hotel Interalpen ging. 2008 wurde er „Gault&Millau Newcomer des Jahres“, zwei Jahre später heuerte im Berliner 2-Haubenrestaurant Horváth als Küchenchef an. 2014 übernahm er gemeinsam mit seiner Frau Jeanine das Lokal und führte es zu neuen Höhen. Aktuell ist das Horvath mit 17 Punkten ausgezeichnet.

 

*Wie haben Sie Ihre Quarantänezeit am liebsten verbracht?

Im Garten, am heimischen Herd und natürlich auf der Couch vor dem Fernseher.

 

*Was ist Ihr Geheimtipp gegen einen Lagerkoller?

Familie, Gartenarbeit und jeden Tag einen Plan machen.

 

*Welches Produkt darf in Ihrem Einkaufskorb derzeit nicht fehlen?

Mehl, zum Brot backen. Und natürlich Butter und Salz, dann hat man auch schon ein perfektes Essen.

 

*Wie halten Sie sich fit?

Holz schlichten, Gemüsebeet graben, Terrasse kärchern, Gartenmöbel aufbauen, Hochbeet aus Ziegel bauen,….

 

*Gibt es ein Gericht, dass Sie bei besten Willen nicht essen können?

Spirellinudeln mit Tomatensauce und Frankfurter Würstchen, in Scheiben geschnitten. Die Sauce wird aber nur aus einer hellen Mehlschwitze (Einbrenn) und Tomatenmark gemacht, ersatzweise geht auch Ketchup. Ein Gericht, das ich erst in Berlin kennengelernt habe und nie verstehen werde, es ist ein typisches Ostgericht. Und das Schlimme ist, es gibt Unzählige, die es mögen, inklusive meiner Kinder, die es von Oma kennen. Schrecklich.

 

*Weißer Rettich, Kakao und Bergamotte? Was bereiten Sie daraus zu?

Den Rettich schneide ich mir aufs Butterbrot mit Salz und Schnittlauch, hinterher gern ein Häferl Kakao mit Milch. Das könnte ein gutes Frühstück sein und die Bergamotte lege ich auf die Obstetagere, macht sicher einen guten Eindruck.

 

*Mit wem würden Sie die Quarantäne absolut nicht verbringen wollen? Und mit wem unbedingt?

Mit Menschen, die nicht meine Vorstellung von Ruhe und Kulinarik teilen, also wahrscheinlich so Menschen wie Madonna. ;-))) komisch, dass dann meine Kinder hier sind… Scherzal!!


Natürlich mit meiner Familie, das ist zum ersten Mal seit der Geburt meiner Kinder und es ist neun Jahre her, dass ich länger als zwei Wochen daheim bin.


*Was war Ihr größter Kitchen-Fauxpas?

Da fällt mir immer nur eins ein. TK Kaninchen, zehn Minuten ins heiße Wasser zum Antauen, dann in die heiße Pfanne, Deckel drauf und hoffen, dass es halbwegs rosa ist. War ja schon bestellt. Den Betrieb sag ich aber nicht dazu, wo das passiert ist. ;-)))

 

*Wenn Sie die Einladung zu Kitchen Impossible bekommen würden, welche Gemeinheit würden Sie Tim Mälzer antun?

Für die Kitagruppe meiner Tochter kochen lassen. Das wäre definitiv Mission Impossible.

 

*Ihre Lieblingskonserve:

Anchovis