Essen

Unsere Köche hautnah: Theresia Palmetzhofer im Interview

HaubenköchInnen im Porträt.

In der „Wiege Österreichs“ schaukelt die junge Wirtin und Köchin Theresia Palmetzhofer ein Baby, für das man gerne auch von weiter anreist. Die Palme ist die kulinarische Oase des Mostviertels. Hier speist man bodenständig und zugleich weltgewandt. Die Köchin brilliert mit handwerklicher Perfektion, ihre Kreativität setzt sie uneitel und stets der Sache dienend ein. Gerade jetzt ist es für sie noch wichtiger, beim Einkauf auf Regionalität zu achten, wie sie uns im Interview verrät.

 

 

*Wie verbringen Sie am liebsten Ihre Quarantänezeit?

Während der Quarantänezeit habe ich nun tatsächlich mehr virtuellen Kontakt mit Freund*innen. Von vielen hatte ich schon längere Zeit nichts mehr gehört. Die Plauscherln waren sehr nett.


*Was ist Ihr Geheimtipp gegen einen Lagerkoller?

 Kochen.


*Welches Produkt darf in Ihrem Einkaufskorb derzeit nicht fehlen?

Frischer Mostviertler Spargel. Gerade jetzt sollten die Menschen darauf achten, dass sie regionaler einkaufen. Hoffentlich hilft die Krise, dass die Menschen ihre Nahversorger wertschätzen und supporten.


*Wie halten Sie sich fit?

Ich laufe gerne in der Natur, jedoch muss die Playlist stimmen,


*Gibt es ein Gericht, dass Sie bei besten Willen nicht essen können?

Prinzipiell esse ich eigentlich alles. Meine Begeisterung für Hahnenkämme hält sich in Grenzen.


*Weißer Rettich, Kakao und Bergamotte? Was bereiten Sie daraus zu?

 Weißer Rettich Carpaccio, Bergamottecreme, Kakao Bohnen Krumble.


*Mit wem würden Sie die Quarantäne absolut nicht verbringen wollen? Und mit wem unbedingt?

Mit Donald Trump definitiv nicht. Mit wem ich unbedingt die Quarantänezeit verbringen möchte, das lässt sich nicht so genau sagen, da es einfach sehr viele nette, inspirierende Menschen in meiner Umgebung gibt.


*Was war Ihr größter Kitchen-Fauxpas?

Da gibt es einige. Die Koch-Lehrerin hat mich in der Mittelschule der Küche verwiesen und nach Hause entsendet. Ich hatte ihr Nervenkostüm überstrapaziert. Nun ja, der damalige Kochunterricht schien mich nicht sonderlich zu begeistern. Und was machen Kinder, wenn es langweilig ist, sie werden anstrengend.


*Wenn Sie die Einladung zu Kitchen Impossible bekommen würden, welche Gemeinheit würden Sie Tim Mälzer antun?

Sich Gemeinheiten zu überlegen, das ist doch etwas schwierig. Meine Challenge  für Tim Mälzer verrate ich natürlich nicht.  Sollte ich bei Kitchen Impossible zu Gast sein, dann sollte ich mir doch nicht in die Karten blicken lassen.


*Ihre Lieblingskonserve:

Sardinen! Sie sind einfach zu erhalten, haben viele Vitamine, können sofort verzehrt werden. Der perfekte Snack für Zwischendurch.


*Wie kann man Sie und Ihr Restaurant gerade unterstützen?

Ich hoffe, die Coronakrise hilft, am Mindsetting unserer Gesellschaft zu rütteln. Wir sollten drauf achten, dass nicht alles ausgelagert und von Großkonzernen übernommen wird. Wir sollten unsere regionalen Infrastrukturen ehren und darauf achten, dass sie bestehen bleiben. Dh. konkret: „Kauft bei den österreichischen Klein- und Mittelbetrieben!“