Von der Döllerer-Küche nach Wien: Martin Schmid


(c) Rafaela Pröll: Die Drei von der Weintankstelle: Breitzke, Pitra, Schmid.




(c) Rafaela Pröll: Martin Schmid


Es ist gut für eine Stadt, wenn solche Teams Restaurants formen, sehr gut sogar, denn es vermittelt ein Bild des Aufbruchs in der Gastronomie. Vor kurzem war über das neue Weinbistro MAST der Herren Steve Breitzke und Matthias Pitra zu berichten, zwei Sommeliers mit gutem Ruf, denen nur noch ein guter Küchenchef fehlte, um eine erfolgreiche Eröffnung hinzulegen.

 

Den Küchenchef haben sie jetzt. Es ist Martin Schmid, der seit 2014 als Küchenchef bei Andreas Döllerer gearbeitet hat. Dabei wirkte er wesentlich am Erscheinungsbild der „Cuisine Alpine“ mit. Vorher hatte der Bregenzerwälder Erfahrungen in Spitzenrestaurants wie dem Steirereck, Silvio Nickol, In de Wulf, De Librije und anderen gesammelt. Breitzke und Schmid kennen einander aus gemeinsamen Zeiten bei Döllerer in Golling.

 

Schmid plant eine entspannte, gute Küche. Keine für Gast wie Küche anstrengenden Anstrengungen, möglichst minimaler Einsatz der Pinzette. Und nicht nur die Edelstücke vom Tier, sondern Teile vom Ganzen. Dass Gemüse eine große Rolle spielen wird, muss ein Küchenchef heute eigentlich eh nicht mehr hinzufügen, wenn er seine Vision erklärt.

 

Eröffnet wird das Weinbistro, dessen Name MAST aus den Vornamen der beiden Patrons entstand, in Wien 9. 300 Flaschen auf der Karte sind geplant. Dazu kommt das Angebot einer hohen Anzahl an offenen Weinen, es wird regelmäßig Raritäten-Weine zu verkosten geben. Gut zu wissen: „Was die Ausrichtung der Weine betrifft, so wollen wir uns in keine Schublade stecken lassen. Wer aber unsere Leidenschaft für Wein kennt, dem wird klar sein, dass wir den Fokus auf Naturweine legen werden.“



 

Mittwoch bis Freitag (11.30 bis 24 Uhr) wird das MAST auch Samstag, Sonntag und an Feiertagen (16 bis 24 Uhr) geöffnet haben. Pitra und Breitzke: „Immer mehr Lokale in Wien haben am Wochenende geschlossen. Diesem Trend wollen wir entgegenwirken und das MAST als perfekten Ort für den Wochenausklang positionieren.“

 

Auch das ein Gewinn für Wien, wo es für Feinesser und –Trinker bis jetzt geheißen hat: Zuhause bleiben oder die Flucht aufs Land wagen.

 

www.mast.wine


Text: Alexander Rabl