Getränk

Vorhang auf für österreichische Whiskys

Verglichen mit anderen Ländern ist Österreich ein eher kleiner Fisch im großen Teich. Das mag vielleicht auf viele Bereiche zutreffen, doch auf einen ganz bestimmt nicht: In kulinarischer Hinsicht haben wir richtig viel zu bieten. Und das ganz abgesehen von Schnitzel, Mannerschnitten und Mozartkugeln. Man würde es dem Weinland Österreich nicht zutrauen, aber mittlerweile gibt es bereits einige Betriebe, die verboten guten Whisky herstellen. Und wann, wenn nicht am Internationalen Whisk(e)y-Tag (27. März), ist der perfekte Zeitpunkt, sich damit zu beschäftigen und vielleicht sogar den einen oder anderen zu verkosten. Wir haben für Sie eine kleine Vor-Auswahl getroffen.

 

Waldviertler Whisky J.H.

Beginnen könnte man beispielsweise mit dem 1. Whisky Österreichs, stammend vom Betrieb der Familie Haider, die mit ihrem Waldviertler Whisky ein besonderes Produkt mit ganz eigenem Charakter schaffen wollten, ohne dabei gängige Whiskys nachzuahmen. Dabei wird ganz genau darauf geachtet, dass, wo Österreich draufsteht, auch Österreich drin ist. Für die hochprozentige Spirituose verwendet die Familie ausschließlich heimisches Getreide, die Lagerung findet dann in Fässern aus heimischer Eiche statt. Das Sortiment reicht von Roggen-über Roggenmalz- bis hin zu Gerstenmalzwhiskys. Für Freunde des kräftigen Geschmacks gibt es auch getorfte Whiskys, wer es milder und süßer mag, kann die Whiskyliköre ausprobieren.

 

Alles gibt es natürlich online zu bestellen: https://shop.waldviertlerwhisky.at/de/Waldviertler-Whisky-J-H/


(c) Karoline Grill



 

Weidenauer

Zahlreiche Prämierungen beweisen die Qualität und Leidenschaft, mit der in der modernen Brennerei Weidenauer vorgegangen wird. Die Besonderheit an den Weidenauer-Whiskys sind die Grundprodukte. Verarbeitet werden die regionstypischen Getreidesorten Dinkel, Hafer, Mais, Einkorn und Waldstaude, die zu 95% aus der eigenen Landwirtschaft oder der Gemeinde stammen.

 

Verkauft werden die Produkte auch online: http://www.weidenauer.at/page.asp/-/verkauf


(c) Weidenauer



 

Peter Affenzeller

Derzeit ist Peter Affenzeller nicht (ausschließlich) wegen seines Whiskys medial vertreten. Der Jungunternehmer, der sich vor einigen Jahren seinen Traum von der eigenen Whiskydestillerie erfüllte, passte sich an die aktuelle Nachfrage an und stellte seine Produktion um. Statt feiner Spirituosen produziert er Desinfektionsmittel für die Hände. 


Den Fine Austrian Whisky kann man selbstverständlich trotzdem weiterhin kaufen und das würden wir Ihnen auch dringend empfehlen: https://peter-affenzeller.at/produkt-kategorie/whisky-de/



 

Destillerie Farthofer

Den Namen Farthofer bringt man vielleicht eher mit Edelbränden und Likören in Verbindung, doch aus der Mostviertler Destillerie stammt auch hervorragender Bio-Whisky. Fünf verschiedene Sorten aus Roggen, Hafer, Nackthafer, Weizen und Gerste reifen dort in vier unterschiedlichen Hölzern. Es wird sogar selbst gemälzt. Wie Peter Affenzeller hat sich auch Josef Farthofer an die aktuellen Ereignisse (Stichwort: Corona) angepasst und bietet in seinem Online-Shop nun ebenfalls Bio-Alkohol zum Desinfizieren an: https://www.destillerie-farthofer.at/shop/


(c) Manfred Horvath

 

Weitere österreichische Whisky-Produzenten können Sie hier nachlesen: http://www.austrian-whisky.at/category/produzenten/



 

Aber jetzt noch ein kurzer Abriss zur Entstehungsgeschichte des Internationalen Whisky-Tags


Dieser wurde 2008 von einer Gruppe von Schriftstellern ins Leben gerufen, um ihrem Freund Michael Jackson (nein, nicht die Popmusik-Legende), einem Whisky-Experten und -Liebhaber, Anerkennung zu zollen. Nachdem dieser an einem 27. März geboren wurde, bot sich dieser Tag gut an.

 

Für treue Whisky-Fans auf der ganzen Welt bedeutet der 27. März allerdings nicht alleine einen guten Grund, wieder einmal ein Glas zu heben. Auch der Wohltätigkeitsgedanke spielt eine Rolle. So verrichten die Freunde des gepflegten Tropfens an diesem Tag eine Spende an Charity-Organisationen, um deren Arbeit zu unterstützen. Traditionellerweise handelt es sich meistens um gemeinnützige Vereine, die sich mit Parkinson-Patienten beschäftigen, da Jackson ebenfalls an dieser Krankheit litt.

 

Auch wenn es sich anbietet, in der gerade notwendigen Heim-Quarantäne zur Verringerung der Ausbreitung des Corona-Virus, den Internationalen Tag des Whiskys zu begehen, wollen wir dennoch auf den maßvollen Konsum und vernünftigen Umgang mit Alkohol hinweisen.


Foto oben: (c) Imre Antal