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Wachau und die Marille

Die süße Steinfrucht ist wohl eine der beliebtesten Sommerfrüchte Österreichs. Ursprünglich kommt die sogenannte Sonnenfrucht jedoch aus dem asiatischen Raum und kam schließlich über Osteuropa, die Donau entlang in unsere Heimat. Die edle Steinfrucht fühlt sich seitdem bei uns zu Lande wohl. Besonderen Bekanntheitsgrad erlangt die Wachauer Marille, die nach dem Reblausbefall 1890 bepflanzt wurde und seitdem einen wichtigen Erwerbszweig der Region darstellt. Passend zur Erntezeit, die in den Sommermonaten Juli und August stattfindet, werden auch zahlreiche Feste ausgetragen. Besonders bekannt sind der Spitzer Marillenkirtag und „Alles Marille“ in Krems. Aufgrund der eisigen Temperaturen im Frühjahr gibt es bei der diesjährigen Ernte jedoch leider große Ernteeinbußen für die Marillenbauern.

 


Wandern zwischen den süßen Köstlichkeiten

In Krems-Angern befindet sich der Marillenweg, ein Rundweg, der vor allem im Frühling bei voller Blüte, aber auch im Sommer, wenn die Bäume die reifen Früchte tragen, wunderschön ist. Der Wachauer Marillen-Erlebnisweg führt durch alte Marillengärten und die malerische Weinlandschaft. Zu Fuß kann man dabei die Spuren der edlen Frucht entdecken. Abgerundet wird der eineinhalb stündige Spaziergang mit frischen Marillenknödeln im Weingasthof Aufreiter.


Voller Geschmack: die Sonnenfrüchte Österreichs



Die Marille ist eine vielseitige Frucht und wird beispielsweise für klassische Süßspeisen, Edelbrände, aber auch Essige und Chutneys verwendet. In Dürnstein bei Krems kann man die Frucht in der Traditionsbäckerei Schmidl vielseitig genießen. Marillenbrezeln, Topfen-Marillenstrudel oder auch einfache Marillenplunder gibt es dort zu erwerben. Doch auch zu Hause lassen sich abwechslungsreiche Rezepte ganz einfach zubereiten. Martina Hohenlohe empfiehlt einen Grieß-Ricotta-Kuchen mit Marillen. Das Rezept eignet sich perfekt für eine sommerliche Jause im Garten. 


Das Rezept dazu finden Sie hier.



 Text: Kathrin Biffl