Wagyu aus Australien gewinnt bei der World Steak Challenge

Jack's Creek


World Steak Challenge

Japanische Kuh aus Australien macht in London das Rennen


Die Jury der World Steak Challenge fand sich in London zusammen, um die besten Steaks der Welt zu kosten und zu küren. Der erste Preis ging dabei an ein Sirloin (es wurden nur Sirloins verkostet) des Produzenten Jack’s Creek in Australien. Das Fleisch kam von einem 30 Monate alten Wagyu-Rind, gefüttert mit altem Weizen, das 40 Tage Wet-Aging und 5 Tage Dry-Aging hinter sich hatte, bevor es in die Pfanne wanderte.


„Master Butcher“ Keith Boxley, der die Jury leitete, und seine Kollegen beurteilten die verkosteten Sirloins (2 cm dick) nach den Kriterien Zartheit, Saftigkeit, Geschmack, Aroma und Erscheinungsbild.

Unter den anderen Medaillengewinnern befinden sich kleine, unabhängige Produzenten aus Polen, Nordirland, Schottland und Wales, wie auch der englische Supermarkt Morrisons.


Dass Wagyu, die weltberühmte Rinderrasse mit dem Ursprung aus Japan, diese und viele andere Steak-Contests dominiert, kommt wenig überraschend. Sein hoher Fettgehalt, die wunderschöne Marmorierung, der Geschmack und die Zartheit sind in der Welt der guten Steaks aus allen Kontinenten ziemlich einmalig. Der Preis mitunter allerdings auch. Auch in Österreich hat man mittlerweile Geschmack am Wagyu gefunden, es gibt sogar einige Züchter, beispielsweise den Ex-Radsportler Zadrobilek in Laab im Wienerwald.

Wagyu ist in Österreich, dem Land des gekochten Tafelspitzes und Beinfleisches, allerdings wegen des Preises ein echtes Minderheitenprogramm. Was eigentlich schade ist, denn aufgrund der geschmacklichen Dichte und Komplexität dieses Fleisches braucht man ein Drittel der Menge anderer Steaks, um glücklich und satt zu werden.


www.zadrobilek.com


www.worldsteakchallenge.com


Text: Alexander Rabl