Wenn Obst zum Kulturgut wird, oder die Geschichte der Wachauer Marille


Ob in Knödeln, Kuchen, oder Kompott, die Einsatzgebiete von Marillen sind mannigfaltig und zurzeit werden die süßen Wunderlinge mit ihrer zart pelzigen Schale in Österreichs Obstregionen geerntet. Vor allem die Marillen aus der schönen Wachau sind seit Jahrzehnten aufgrund ihrer Aromenvielfalt besonders beliebt. Auch heuer ist die Qualität der Marillen, laut Verein Wachauer Marille g.U., wieder sehr gut. Jeden Tag können nur die aktuell reifen Früchte geerntet werden, wodurch sich die Erntedauer auf zwei bis drei Wochen erstreckt.

 

Mit dem EU-Logo „g.U.“ (geschützte Ursprungsbezeichnung) und der Marke „Original Wachauer Marille“ garantieren etwa 220 Marillenbauern die Echtheit der Herkunft ihrer Marillen. Sie sorgen somit für die Erhaltung und Vermarktung dieser, für die Region so typischen, Frucht und schützen deren einzigartigen Geschmack. Wichtig ist es diesbezüglich beim Kauf von Marillen, darauf zu achten, dass diese auch mit Logo, Banner und Co. als Wachauer Marillen gekennzeichnet sind.

 

Die Wachauer Marillen g.U. werden großteils ab Hof in der Wachau verkauft und eine telefonische Vorbestellung ist meistens notwendig, oder zumindest von Vorteil. So ein Einkauf lässt sich beispielsweise ideal mit einem schönen Ausflug in die malerischen Städtchen Spitz an der Donau oder Dürnstein verbinden, wo dann am Heimweg das ganze Auto nach den frischen, noch von der Sonne gewärmten Marillen duftet.

 

Eine Auflistung aller Marillenbauern, die das Siegel „Original Wachauer Marille“ tragen, finden Sie unter www.wachauermarille.at.


Text: Elisabeth Sperr