Wiener Trüffelmarkt in der Cantinetta Antinori


Weiße Trüffel verlangen nach einem entspannt unprätentiösen Auftritt, etwa einem zurückhaltend gewürzten Carpaccio vom Rind.



Kleine Pressekonferenz in der Cantinetta Antinori mit Johannes Ziganek (Dorotheum), Thomas Edlinger,  Luca Chiesa (Cantinetta Antinori) und Luca Miliffi (cibus italy)


Der Lohn der Mühe der Trüffelsucher an zwei Wochenenden im November

 

Wer schon einmal im Spätherbst mit Trüffelsuchern und ihren Hunden unterwegs war, fragt sich nicht mehr, warum weiße Trüffel zur Saison ihren Preis haben. Das Herumstreifen in den frühwinterlich feucht-kalt-nassen Wäldern des Piemont oder der Marken ist schon an sich nicht der pure Spaß. Oft wird aber auch die Mühe mit nicht viel mehr als ein paar Gramm belohnt. Die weiße Wintertrüffel macht sich im Vergleich zur sommerlichen Verwandten wirklich rar.

 

Nun ist es auch Zeit, in diesem Zusammenhang „Vorsicht Fälschung“ zu rufen. Ob es sich um Rolexuhren oder teure Burgunder handelt, beide haben mit Alba-Trüffeln gemeinsam, dass das Geschäft mit Fälschungen allzu verlockend ist. Auch die Verwandtschaft aus Istrien mit dem Etikett „Alba“ zu versehen, ist unter Umständen nicht das, was man einen fairen Umgang mit dem Kunden nennen würde.

 

Weshalb der Trüffel-Freund, wenn das Geld schon einmal geopfert werden soll, Trüffel lieber beim Anbieter seines Vertrauens ersteht. Womit wir beim Wiener Trüffelmarkt angelangt sind. Diesen hat Thomas Edlinger vor einigen Jahren in seinem „Pan e Wien“ etabliert, mit dabei schon damals namhafte und seriöse Trüffelspezialisten wie beispielsweise Luca Miliffi, dessen Vater Arnoldo bereits vor einigen Jahrzehnten Trüffel aus Alba und den Marken nach Wien brachte.

 

Der Trüffelmarkt musste sich nach dem Schließen des Pan e Wien auf die Suche nach einem neuen Quartiergeber machen. Da bot sich die Cantinetta Antinori in der Jasomirgottstraße an. Geschäftsführer Mino Zaccharia arbeitet schon lange mit der Familie Miliffi, der Rahmen passt ohnehin perfekt. Und der erste Bezirk überhaupt: Schließlich soll es nach dem Willen der Veranstalter des Trüffelmarktes ein gedeihliches Miteinander mit der Nachbarschaft rund um den Stephansdom sein, viel mehr ein Fest als ein bloßes Handeln mit der wertvollen Ware aus den Wäldern Italiens.

 

An jeweils zwei Wochenenden im November sollten sich Trüffel-Freaks also besser nichts vornehmen. Das Angebot in der Cantinetta reicht von Verkostungen, kleinen Gerichten plus Weinbegleitung, einem Familiensonntag bis zu einer Modeschau.

 

Trüffelauktionen, in denen ausgesuchte Riesenexemplare zu interessanten Preisen versteigert werden, finden oft Wiederhall in den internationalen Seitenblicke-Spalten. Diesmal versucht man das auch in Wien. Mit von der Partie die Experten des Dorotheums, Kurzweil garantiert.

 

Termine des Wiener Trüffelmarktes in der Cantinetta Antinori

 

11. bis 13. November

18. bis 20. November

 

www.trueffelmarkt.at


Text: Alexander Rabl