Zeit ist Geld – Erfahrungen einer Bankomatkarte
















Verehrte Leserschaft, mein Dasein war fast immer von Glück erfüllt. Ich weiß nicht, warum ich nicht rund oder quadratisch bin, man hat mich rechteckig gemacht, genauer gesagt 85,60 mm lang und 53,98 mm breit. Ja, wir Bankomatkarten sind von außerordentlicher Schönheit. Wir sind meist wohlbehütet, oft in Leder verpackt und kommen auf der Ganzen Welt herum. Werden wir gefordert, sind wir umgehend zur Stelle. Einmal ausgepackt, in den Schacht eingeführt und mit dem richtigen Code versehen, erfüllen wir reibungslos unseren Dienst.

Wobei es nicht immer glücklich gemacht hat, wenn man sich in so enger Umgebung entfalten sollte. 


Aber das ist Vergangenheit:


Heute geht alles viel schneller und noch einfacher und ich bin NFC sehr dankbar dafür. NFC? Ja, NFC, das bedeutet, „Near Field Communication“.  Anders gesagt, wenn ich bis 25,- Euro bezahlen soll, nimmt mich meine Chefin oder mein Chef aus dem Portemonnaie , hält mich flugs über den NFC-fähigen Terminal im Lebensmittelgeschäft und aus. Kein Nachdenken, kein Code, kein Zeitverlust.


Natürlich hat man auch für meine Sicherheit gesorgt, es kann ja einmal passieren, daß man in falsche Hände kommt. Habe ich einmal mittels NFC 125 Euro,- bezahlt, wird mein Benutzer aufgerufen seinen Code einzugeben und wenn alles seine Richtigkeit hat,  geht es mit dem kennzahlfreien Einkaufen gleich wieder weiter.


Letztens hat mir eine befreundete Bankomatkarte erzählt, dass sie es nicht geschafft hat.

Natürlich habe ich sie getröstet – derzeit sind in Österreich rund 40 Prozent der Bezahlterminals an den Handelskassen NFC-fähig – und ihr versichert, dass der Handel NFC bis 2018 flächendeckend eingeführt haben wird.


Sie hat sich gefreut, ich habe mich gefreut und auch unsere beiden Besitzer und man kann also diesbezüglich ohne Weiteres von einer Win-Win-Win-Win-Situation sprechen.