Der Steinbock: Extremkletterer in Gold







Auf der ganzen Welt beneidet man Österreich um seine einzigartige Wildqualität. Sobald Reh, Wildschwein oder Hirsch im Herbst auf der Speisekarte der Spitzenköche stehen, muss man schnell sein. Denn aufgrund der kurzen Verfügbarkeit erfreut sich deren zartes Fleisch bei den Gästen besonderer Beliebtheit. Selten aber doch findet sich – beispielsweise bei Thorsten Probost in der Griggeler Stuba in Lech am Arlberg – auch Steinbock auf der Karte. In der Region dürfen jährlich nur sieben bis acht Tiere erlegt werden, es bedarf also einiges an Glück, in diesen raren Genuss zu kommen.

 

Wem das Glück nicht so hold war, für den gibt es den Steinbock nun auch abseits von Fleisch und Geweih für Zuhause. Aus der Serie „Unseren Wildtieren auf der Spur“ präsentiert die Münze Österreich die neue 100-Euro-Goldmünze „Der Steinbock“, die auf den Hirsch, das Wildschwein, den Auerhahn und den Fuchs folgt. 2018 wird die Serie mit der Stockente abgeschlossen.

 

Wie bei jeder Münze aus dieser Serie, wurde auch beim Steinbock auf die naturgetreue Wiedergabe seiner Gestalt und Besonderheiten Wert gelegt. Die Wertseite zeigt das stolze Tier im Profil, jedes einzelne Fellhaar ist erkennbar. Das für die Serie charakteristische Ornament, ergänzt durch die für den Lebensraum des Steinbocks typischen Pflanzen Enzian und Edelweiß, ziert den Münzrand. Ein Steinbock mit Jungtier bildet das Zentrum der anderen Seite, zu dem sich bei genauerer Betrachtung ein weiterer Bewohner der Hochalpen gesellt: ein Murmeltier.

 

Wegen seines Horns, dem man eine aphrodisierende Wirkung nachsagte, wurde der Steinbock früher fast bis zum Aussterben gejagt. Das Hornpulver wurde sogar mit Gold aufgewogen. Anstatt ihn zu jagen, kann man ihn nun sammeln und sich an seinem Portrait begeistern: geprägt in Gold.