Gault&Millau 2020: Die besten Natur-Hotels

Die besten Naturhotels, die für ein nachhaltiges und grünes Erlebnis sorgen.


ALMWELLNESS HOTEL PIERER

Fladnitz an der Teichalm


Almwellness auf über 1200 Metern gibt es bei Familie Pierer auf der steirischen Teichalm. Das Hotel Pierer ist mit vier Sternen und einem Plus dekoriert,

hat zwölf Almgartensuiten frisch bezogen und den 20 Meter langen Infinitypool eingelassen. Auch der zweite Außenwhirlpool im Haus, die Panoramasauna und der Yoga- und Aktivraum sind neu und fertig zum Bespieltwerden. Vieles machen die Pierers selbst – Franz brennt Schnaps, Kräuter und Fische kommen aus dem eigenen Wald bzw. Teich, der Rest wird in der Region gekauft. Witzig: die neue André-Art-Parkgarage mit Almmotiven.



BIOHOTEL GRAFENAST

Pill


Ein paar gute Gründe für das Naturhotel Grafenast in Pill: Es ist Tirols erstes CO2-neutrales Hotel, auch An- und Abreise werden mit eingerechnet. Das Haus von Familie Unterlechner ist aus umweltfreundlichem Holz, mit Energie geht sie sparsam um. Die Zimmer sind elektrosmogfrei, verwendet werden nur biologische Produkte, auch bei Waschpulver und Textilien. Im Spa sind eine Sauna in Jurtenbauweise, ein solarbeheizter Außenpool, es gibt einen Heilkräutergarten. Das Credo in der Bionaturküche: vom Garten auf den Teller. Anschauen: Galerie am Berg und den Weitblick über das Inntal.



BIOHOTEL GRALHOF

Weissensee


Der Kärntner Weissensee ist bekannt für seinen sanften Tourismus, der Gralhof auch. Aus den Steckdosen kommt Ökostrom. Den Mittwoch hat Familie Knaller-Gral zum vegetarischen Tag erkoren: „Wir möchten den Gästen zeigen, dass es Alternativen zum Fleisch gibt!“ Das Fleisch, das sie anbieten, kommt zum Großteil vom eigenen Biohof, ebenso wie der Apfelsaft und die Kräuter. In den Biozimmern sind Lärchenholzmöbel, die Kosmetika sind zu 100 Prozent biologisch. Am Hof gibt es einen Spielplatz, am See ein Saunahaus und Holzruderboote. Und der Naturparkbus Weissensee ist für Hotelgäste gratis.



BIOHOTEL RAMSAUHOF

Ramsau am Dachstein


Die Simonlehners sind echte Bioniere. Auf ihrem Ramsauhof am Fuße des Dachsteins geht es um ein rücksichtsvolles Leben im Einklang mit der Natur. Viele Produkte für die Küche kommen von ihrer eigenen Biolandwirtschaft, der Rest soll biologisch, saisonal und regional sein: „Den Unterschied schmeckt man gewaltig!“ Dasselbe gilt auch für das Spa mit zwei Saunen, Dampfbad, Hallenbad. Dort verwenden die Gastgeber Heilkräuter wie Arnika und Johanniskraut, die auf dem Ramsauer Hochplateau rund um den Vier-Sterne-Hof wachsen. Favorit: das Heublumenbad mit frischen Blumen.



BIOHOTEL SCHWANEN

Bizau


Im Biohotel Schwanen im Bregenzerwald regiert der Oberschwan: Emanuel Moosbrugger – er hat das Zepter von seinen Eltern übernommen. Sein Restaurant Esszimmer ist aus Weißtanne und mit Eichenparkett. Die Gerichte kommen auf handgefertigten Tellern, die Lebensmittel aus dem neuen Gemüsegarten, zum Beispiel Zucchini und Rucola. Was man über Fruchtfolgen wissen muss, hat sich der Hausherr in einem Crashkurs von Freunden abgeschaut. Die Zimmer riechen fantastisch nach Holz, es gibt Sauna und Sanarium, einen Gastgarten mit Kastanienbäumen und die Wälderstube mit knarrendem Nussparkett.



CHESA VALISA

Hirschegg/Kleinwalsertal


Das Biorefugium Chesa Valisa von Familie Kessler steht im Kleinwalsertal, oberhalb von Hirschegg, auf 1200 Metern. Schlicht wie die Vorarlberger Holzbauweise ist auch das Vier-Sterne-Hotel, daran hat sich durch die neue Fassade und den Umbau nichts geändert. Neu sind zwei Stuben mit Weißtannenhölzern, Schiefer, Naturleder, die Patisserie und sieben Kühlh.user: Nose to tail braucht viel Lagerplatz. Einer der wichtigsten Bausteine ist die Kulinarik, biologisch zu 100 Prozent und nachhaltig wie der Quellwasser-Außenpool. Hoch im Kurs: neue Zimmer mit Lehmwänden.



DER DABERER

Dellach/Gailtal


Wer im Gailtal an bio denkt, denkt an den Daberer. Die gleichnamige Familie ist Biopionier der ersten Stunde. Beim Genuss gibt es dennoch keine Kompromisse. Hier wird nicht nur mit „Körnern“ gekocht, es gibt auch etwas „G’scheites“ aus saisonalen und regionalen Produkten. Dazu trinkt man Wasser aus der eigenen Quelle und Weine von benachbarten Biowinzern. Nachhaltigkeit ist in der Daberer-DNA gespeichert: Gereinigt wird mit umweltfreundlichen Putzmitteln, die Wände in den Zimmern sind aus Lehm. Entspannung gibt es bei Yoga, im Waldteich oder in der Waldsauna, bei Basenfasten und Kochworkshops.



DIE WASNERIN

Bad Aussee


Auszeitln? Kann man bei der Wasnerin in Bad Aussee. Wenn das Wetter schön ist, startet man mit Yoga am Ufer des Altausseer Sees in den Tag – so kann man richtig entspannen. Mit WLAN im Restaurant geht das nicht so gut, in Flüsterzonen schon – die Balkone sind solche. Neu sind Nabel. Das Spa für die Tiefenentspannung und die Tranquillity Spa-Suite. Auch in der Zirbenholzsauna, im beheizten Pool oder auf der FKK-Liegeterrasse funktioniert das Relaxen wunderbar. Familie Barta setzt zudem auf Photovoltaik, verwendet Ökostrom, vermeidet Müll. Den kann man beim Basen- Entgiften auch loswerden.



GRADONNA MOUNTAIN RESORT

Kals am Großglockner


Herrschaftlich, auf über 1300 Höhenmetern, am Tor zum Nationalpark Hohe Tauern thront das Gradonna Mountain Resort. Familie Schultz bietet ihren Gästen in Kals am Großglockner ein Naturerlebnis mit Vier-Sterne-Superior-Service. Alle Gebäude sind aus Holz, draußen an der Fassade sind Holzschindeln, drinnen Fichten- und Zirbenholz, Leinen, Loden, Kalser Marmor. Rund um das Resort wachsen Wildkräuter, die werden mit heimischen Spezialitäten und mediterranen Einflüssen zur haubengekrönten Osttiroler Fusionsküche und kommen in die hauseigenen Pflegeprodukte. Zum Wellnessbereich gehören ein großer Badeteich, mehrere Hallenbäder, Saunen und Tepidarien, Fitnesscenter und Yogaraum. Für die Kiddies gibt es einen Naturclub, für die Teenies einen Boulder- und Kletterraum. Qual der Wahl: Hotelzimmer oder Chalet!



HOLZHOTEL FORSTHOFALM

Leogang


Am Leoganger Rooftop, auf 1050 Meter Seehöhe liegt die Forsthofalm der Familie Widauer. Sie ist in Vollholzbauweise errichtet, das spart Energie, ihre Zimmer sind aus Mondholz und riechen nach Zirbe. Im Spa wird man mit selbst gesammelten Kräutern verwöhnt, kann sich beim Yoga und beim täglich wechselnden Fitnessprogramm verbiegen und im Rooftop Pool dahingleiten. Die Haubenküche des Kukka spielt mit biologischen und regionalen Produkten und den Farben des Regenbogens – das ist neu, der Holzkohlengrill schon bewährt. Ausprobieren: das Bett im Walde.



IKUNA NATURRESORT

Natternbach


Käfer aus dem Bach retten kann man im Ikuna Naturresort im oberösterreichischen Natternbach – und noch viel mehr. Im Naturerlebnispark findet man einen Abenteuerknüllernach dem anderen: Kletterhimmel mit Niederseilgarten und Seilpyramide, Family-Wellenrutsche, Tret-Gokartbahn. Da sind ein Donau-Sagenweg mit überlebensgro.en Metallskulpturen, ein riesiger Lavendelhang und ein Sonnenblumenfeld als Bienentankstelle. In der Ikuna-Tierherde leben Lamas, Hängebauchschweine oder Schafe. Irgendwann muss man leider schlafen, et voilà: Dafür gibt es zwölf Vier-Sterne-Tipi-Suiten plus Frühstück.



INNS HOLZ

Ulrichsberg


Auf einer beeindruckenden Waldlichtung im Mühlviertel liegt das Naturhotel Inns Holz. Zum Übernachten gibt es in Ulrichsberg zwei Varianten: im Vier-Sterne-Hotel oder in einem von elf Luxushütten im Chaletdorf Böhmerwald – Hotelannehmlichkeiten gibt es für beide. Etwa ein Spa mit Saunen, von einer kann man gleich in den daneben liegenden Badesee springen. Oder einen Indoorpool. In der Holzf.llerhütte, dem kleinsten Restaurant im Böhmerwald, gibt es Hutessen, saisonal und regional isst man bei Familie Gruber in allen Restaurants. Gut zu wissen: Ladestation für E-Autos.



MOLZBACHHOF

Kirchberg am Wechsel


Die Wiener Alpen, Familie Pichler und ihr Molzbachhof – den gibt es seit über 50 Jahren. Heute sind mit Sohn Peter und Nina die Jungen am Hotelruder. Sie haben vor zwei Jahren ihrem Hof in Kirchberg am Wechsel einen Zubau geschenkt: Das Holzbach ist ihre neue „Forstclass“. Es ist zu 100 Prozent aus Mondholz, Wände und Decken, Boden und Möbel sind frei von schädlicher Bauchemie, ohne Nägel, Schrauben und Leim. Das bringt extragute Wärmedämmung und entlastet das Herz. Das geht sowieso auf, sobald man in ihr Paradiesgartl eintritt – Wasserfall, keltischer Baumkreis, Naturbadeteich. Zum Plantschen haben die Pichlers außerdem einen Außenpool, der durch die Abwärme einer Ökostromanlage ganzjährig beheizt wird. Im Garten wachsen seltene Gemüsesorten und Kräuter. Das Motto in der Küche: Cook the Gartl, bezieh die Bauern der Umgebung mit ein und back dein eigenes Brot.



NATUR- UND WELLNESSHOTEL HÖFLEHNER

Haus

  

Jubiläum: Das Naturhotel Höflehner in der Schladming-Dachstein-Region ist zehn Jahre alt. Das feiert die Hoteliersfamilie mit dem Umbau ihres Wander- und Skihotels direkt an der Piste. Sie hat aufgestockt und zwölf Naturzimmer geschaffen, den Eingangsbereich neu gemacht und die Gartenstube errichtet. Das Buffet ist größer, auch die Kinder haben jetzt einen eigenen Bereich. Im Spa des Vier-Sterne-Superior-Hauses in Haus im Ennstal gibt es eine textilfreie Zone, Erlebnissauna, Poolbar und Sonnenterrasse – und außerdem? Naturküche, Gumpen Bar, Alpakawanderungen.



NATURHOTEL EDELWEISS

Wagrain


Dass man vom Wellnessbereich des Naturhotels Edelweiss einen einprägsamen Ausblick in die Wagrainer Bergwelt hat, ist die eine Sache. Dass man im Green Spa des Vier-Sterne-Plus-Hauses mit ruhigem Gewissen in den Saunen entspannt, eine andere. Das Schwimmbiotop von Familie Bergmüller wird von der Sonne beheizt, ihr Schwimmbad haben sie in Passivhausbauweise errichtet. Diese nutzt die Erdwärme und verbraucht nur 25 Prozent der Energie eines vergleichbaren Spas. Man vermeidet Abfall und verwendet umweltverträgliche Produkte. Außerdem serviert man Biofrühstück.



NATURHOTEL FORSTHOFGUT

Leogang


Noch näher an der Natur geht fast nicht. Das Forsthofgut von Christina und Christoph Schmuck in Leogang liegt an den Hängen des Asitz, daneben ist ein Wald, ihr eigener. In ihrem 30.000 Quadratmeter großen Garten ist ein Waldspa mit einem Biobadesee, da dürfen nur die Großen hinein. Der Waldwirbel mit Pools und Saunen ist für alle. In der Küche tischen die Schmucks das Beste aus sieben Alpenländern auf. Ihr Fünf-Sterne-Hoteltraum ist Pommes-frites-freie Zone, es gibt einen verpackungsfreien Genussmarkt, Produkte vom eigenen Hof, ein Fine-Dining-Restaurant mit drei Hauben und die Botanist-Bar.



NATURHOTEL WALDKLAUSE

Längenfeld


Wie eine Ökoburg steht die Waldklause in Längenfeld im Ötztaler Wald. Ein Holzhotel, teilweise auf Stelzen, mit fünf Sternen gekrönt. Mit Tiroler Schafwolldämmung und Strom aus CO2-neutralen Energieträgern. Die Wärme kommt aus einem Biomassekraftwerk, mit einem eigenen Abfallwirtschaftskonzept sind Familie Auer und ihr Naturhotel als Vorbild angetreten. In der Naturküche servieren sie Zutaten von umliegenden Bauernhöfen und Kleinproduzenten. Sie haben eine selbst kreierte Naturhotel-Kosmetiklinie und Zimmer, die nach Feng Shui ausgerichtet sind.