Meinl Am Graben

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Chef

Alexander David

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Besucher Bewertung

3.5 / 5
carl-wanka
veröffentlicht am 07/12/2018 3.5 / 5

Jeden 6. Dezember feiern meine Gattin und ich mit einem guten Essen. 2018 haben wir uns für "den Meinl am Graben" entschieden, den wir noch aus der Zeit Petz & Gradwohl kennen und schätzen. Die Reservierung hat sich gelohnt - wir haben einen schönen Tisch mit Blick auf den weihnachtlich geschmückten Graben. Wir starten mit einem Glas Champagner, der Service hat geschlafen oder den Rosé-Champagner "nicht gehört". Als ersten Gang wählen wir herrlich frische Gillardeau und das Beef Tartar mit Wachtelei, Pfeffermayonnaise und knusprigem Grandioso. Von der Trüffelkarte nehmen wir als Zwischengericht die Maronischaumsuppe - und warten vergeblich auf den Trüffel ("... ah sie wollen auch Trüffel ..."). Die Suppe war köstlich allerdings durch die Wartezeit auf den Trüffelhobel etwas lauwarm geworden. Der dritte Gang waren Tagliatelle - wirklich hausgemacht - mit ausgelöstem Hummer und butterzart glacierte Kalbsleber mit Pignolireis. Vermißt habe ich meinen Lieblingswein - den gemischten Satz - der wird hier (warum?) nicht serviert, der Ersatz ein sehr guter Gelber Muskateller war nicht zu verachten, zum Hauptgang war der Lieblingswein vorrätig: ein toller Blaufränkischer vom Weingut Triebaumer in Rust. Die Küche ist ganz hervorragend, der Service freundlich und bemüht. Wenn auch am Nebentisch Altkanzler Vranitzky speiste muß ich dennoch feststellen, dass der Meinl seine hohe Zeit schon hinter sich hat. Dass die Toiletten - Zustand "Sibirien 1962" - diese Erkenntnis bestätigen ist schade.